Simone Lucas / Ulrike Möschel
a postcard from wonderland
18. Januar 2019 - 02. März 2019
Das Rätselhafte, Träumerische, scheinbar Verspielte eint die Werke von Ulrike Möschel und Simone Lucas. Vertrautes kann plötzlich rätselhaft, ja geradezu fremd wirken, zumal dann, wenn es in einer ungewohnten Umgebung auftaucht. Die Arbeiten beider Künstlerinnen bieten Momente der Verunsicherung, die zum Anlass und Ausgangspunkt für viele unterschiedliche Geschichten und Erinnerungen werden können, in denen es um die individuelle Annäherung an Unvertrautes geht. In den Gemälden und Installationen verbergen sich aber auch Abgründe.

Das mit giftigem Material oxidierte Kupfer eines Gestänges, in das Ulrike Möschel Drachenformen eingearbeitet hat, mag so gar nicht zu diesem mit kindlicher Unbeschwertheit assoziierten Spielzeug passen. Die angegriffene Oberfläche bringt auch dort bei näherem Hinsehen die Gedanken weg von unbeschwertem Spiel.

Auch die Kinder in Simone Lucas Gemälden sind von Unbekümmertheit scheinbar weit entfernt. Obwohl sie in Gruppen auftreten, wirkt doch jedes von ihnen ernst und für sich, ganz so als wäre es in einer von den anderen isolierten Sphäre vereinnahmt. Die Werke beider Künstlerinnen liefern stille Momente und rufen in uns eine unbestimmte Sehnsucht hervor. Sie haben die faszinierende Kraft uns in entfremdete Momente zwischen Wachheit und Traum zu versetzen, in denen man nicht zu lange verweilen, die man aber auf keinen Fall missen möchte.