Ann-Kristin Hamm / Franziska Hünig

15. März 2019 - 27. April 2019

Die abstrakten Bilder der beiden in Berlin lebenden Malerinnen sind kraftvoll und gestisch. Während Ann-Kristin Hamm ihre Wahrnehmung in Formen, Farben und Flächen ausdrückt und meist zweidimensional arbeitet, zeigt Franziska Hünig rauminstallative Gemälde.

Ann-Kristin Hamms (*1977) großformatige Bilder offenbaren eine bemerkenswerte Vehemenz, die den Gegensatz von Raum und Zweidimensionalität, von scheinbar Figürlichem und Abstraktem vorantreibt. Ihre Kunst stiftet Verwirrung. Nie zeigt sie konkrete Formen, vielmehr setzen die Bilder Assoziationen frei. Wie ein Spiel mit Formen und Farben bewegen sich die Bilder zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Dabei wird der Zufall als Gestaltungsprinzip eingesetzt, etwa wenn Farbkleckse oder Spritzer auftauchen, Rinnsale von gegossener Farbe zu sehen sind oder Spuren von Turnschuhen, die scheinbar achtlos auf die Leinwände geraten sind.

Franziska Hünig (*1970) interessiert sich in ihren Installationen für eine Offenheit, die es der Malerei ermöglicht, in Dialog mit der Architektur und dem Betrachter zu treten. Sie greift unmittelbar in die vorgefundene Umgebung ein und reagiert auf die spezifische Beschaffenheit des Raumes. Ziel ist nicht ein endgültiger Bildzustand, sondern die Möglichkeit, beim Begehen der Installation ständig neue Beziehungen herzustellen. Der Betrachter befindet sich im Bild und das Bild verändert sich durch seine Bewegung im Raum.